Altenheim

2018-08-14T06:41:53+02:00

Zahlreiche ältere Menschen verbringen ihren Lebensabend in einem Altenheim

In Deutschland sind über 17 Millionen Menschen älter als 65 Jahre und die Tendenz steigt. Zu der erfreulichen Perspektive eines spürbar ansteigenden Lebensalters zählt die Tatsache, dass bereits jetzt ein großer Anteil der älteren Menschen pflegebedürftig ist. Wenn alle Voraussetzungen gegeben sind, kann die häusliche Pflege durch Angehörige eine große Hilfe für Pflegebedürftige sein. Weit über 700.000 Menschen werden derzeit jedoch auch in einem Altenheim gepflegt und versorgt, weil die persönlichen Lebensumstände keine Alternative zuließen. Deutschlandweit stehen über 13.000 Altenpflegeheime zur Verfügung.

Die Pflegebedürftigen erwarten dort ansprechende Unterkünfte, fachkundige Pflege sowie medizinische Betreuung. Ganz vorne auf der Bedürfnisliste stehen auch ein liebevoller und persönlicher Umgang mit den Betroffenen und ein hohes Maß an sozialen Angeboten. Häufig wird es die Aufgabe der Angehörigen, aus der Angebotsvielzahl geeigneter Pflegeheime das passende Altenheim herauszusuchen. Dabei sind gesundheitliche Besonderheiten und Wünsche des Pflegebedürftigen zu berücksichtigen. Außerdem sollten einige grundsätzliche Kriterien vor der Unterbringung eines Pflegebedürftigen in einem Altenheim Beachtung finden.

Vor der Auswahlentscheidung für ein Altenheim sollten die Unterschiede bekannt sein

Die Leistungen der Grundpflege und medizinischen Betreuungspflege sowie die Bedingungen von Unterkunft und Verpflegung sind als Standards für ein Altenheim oftmals inhaltsgleich in den Prospekten beschrieben. Ähnlich verhält es sich mit dem Hinweis auf das Angebot sozialer Leistungen. Leider weichen die praktischen Feststellungen in einem Altenheim nicht selten von diesen Beschreibungen ab. Daher ist es sinnvoll, vor bindenden vertraglichen Vereinbarungen im Interesse des Pflegebedürftigen einen aussagekräftigen Vergleich räumlich infrage kommender Seniorenheime zu erlangen. Dazu sollten einige Kriterien beachtet, überprüft beziehungsweise Fragen gestellt werden:

Die Trägerschaft kann ein Indiz für die hauptsächliche Ausrichtung und Interessenlage der Einrichtung sein

  • Die barrierefreien Wohneinheiten mit Bad sollten zweckmäßig mit Grundmöbeln ausgestattet sein, aber auch Stellmöglichkeiten für Erinnerungsstücke aufweisen. Eine regelmäßige, gründliche Reinigung ist unerlässlich.
  • Wichtig ist die Einhaltung von Hygienestandards bei allen Maßnahmen und in allen Räumen
  • Können Bewertungen oder Erfahrungsberichte eingesehen werden?
  • Ist der Heimvertrag verständlich formuliert?
  • Bestehen zwangsläufige Defizite durch Personalmangel?
  • Erfolgt eine persönliche, liebevolle Zuwendung oder finden nur routinegeprägte, eher seltene Kontakte statt?
  • Stimmen die Serviceleistungen und Freizeitangebote?

Ein Problem ist dadurch gegeben, dass in vielen Fällen zeitliche Dringlichkeiten, räumliche Entfernungen und sonstige Verhinderungsgründe einen detaillierten Vergleich und eine Überprüfung der Authentizität nicht zulassen. Die Auswahlentscheidung sollte aber angesichts der Tragweite trotzdem nicht dem Zufall überlassen bleiben. Eine hilfreiche, kostenlose Unterstützung wird durch das unabhängige Pflegeanbieter-Vergleichsportal "Pflegezentrum" gewährt. Eine aktuelle Vergleichsübersicht infrage kommender Seniorenpflegeheime bietet eine verwertbare Entscheidungsgrundlage.

Unterbringungsmöglichkeiten in einem Altenheim, Kosten und Leistungen

Pflegebedürftige, die in einem Altenheim untergebracht sind, nehmen dort Leistungen der vollstationären Pflege, teilstationären Tages- oder Nachtpflege sowie Kurzzeitpflege in Anspruch. Dafür stellen die Altenpflegeheime Tagessätze für Pflegeleistungen, Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten in Rechnung. Die Höhe der Pflegesätze in einem Altenheim bestimmt sich nach den Vereinbarungen der Pflegeeinrichtungen mit den Pflegekassen. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung können durch die Pflegeheime festgelegt werden. Sie müssen von den Pflegebedürftigen getragen werden und weisen teilweise erhebliche Differenzen auf. Die Pflegekassen übernehmen die Pflege- und Betreuungskosten unter Berücksichtigung der Voraussetzungen und Obergrenzen gemäß dem ersten Pflegeveränderungsgesetz. Wesentliche Neuerung dieser gesetzlichen Leistungsfestlegungen ist die Besserstellung von Menschen, die unter Demenzerkrankungen leiden. Seit dem Jahre 2015 kann auch die Leistung der Kassen für die Tagespflege ohne Anrechnung auf die Sachleistung oder das Pflegegeld bezogen werden.

Außerdem ist die Leistungsobergrenze für die Kurzzeitpflege in einem Altenheim für den Fall der Anrechnung auf die Verhinderungspflege verdoppelt worden. Die Bestimmung der Pflegestufen, die den Grad der Pflegebedürftigkeit dokumentieren, wird durch den jeweiligen medizinischen Dienst (MDK) der Pflegekasse vorgenommen. Aufgrund der erheblichen Zuzahlungsverpflichtung für den Pflegebedürftigen oder ersatzweise durch unterhaltspflichtige Angehörige lohnt sich ein Preisvergleich geeigneter Pflegeheime. Diese arbeitsintensive und zeitaufwendige Datensammlung überfordert machen Pflegebedürftigen oder Angehörigen. Außer der Kostenfrage sollen selbstverständlich auch die Aufenthaltsbedingungen im Altenheim für den Pflegebedürftigen vorher geklärt werden. Eine arbeitserleichternde Auswahl- und Bewertungshilfe, die auch zu einer spürbaren Kosteneinsparung führen kann, ist eine aktuelle Vergleichsübersicht von einer unabhängigen Informationsquelle. Eine kostenlose und unverbindliche Vergleichsmöglichkeit bietet das bewährte Pflegeanbieter-Vergleichsportal "Pflegezentrum" an. Auf diese seriöse Auswahl- und Entscheidungshilfe sollten Sie im Rahmen Ihrer Informationssammlung nicht verzichten.

 

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