Altersheim

2018-08-14T08:28:09+02:00

Rund 750.000 Pflegebedürftige verbringen ihren Lebensabend in einem Altersheim

Aus den unterschiedlichsten Gründen werden von den bundesweit circa 2,8 Millionen Pflegebedürftigen ungefähr 750.000 Menschen stationär in einem Altersheim versorgt. Aufgrund des zunehmenden Alters, eines Unfalls oder einer Erkrankung ändern sich für zahlreiche Menschen die Lebensvoraussetzungen und persönlichen Ansprüche zum Teil gravierend. Körperliche und seelische Beeinträchtigungen und Belastungen führen zu Notwendigkeit von Unterstützungsmaßnahmen. Eine barrierefreie Wohnung, Hilfe bei der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung sowie eine erforderliche medizinische Versorgung ist in der vertrauten heimischen Umgebung jedoch nicht immer möglich. Denkbare Ursachen, die eine häusliche Pflege verhindern, könnten das Fehlen von Angehörigen oder deren mangelnde Bereitschaft zur Pflege, der Wunsch des Betroffenen oder schwerwiegende gesundheitliche Probleme sein. Wenn eine häusliche Pflege nicht möglich ist, verbleibt nur die Unterbringung in einem Altersheim, das umgangssprachlich auch als Altenheim, Pflegeheim, Seniorenheim oder Altenpflegeheim bezeichnet wird.

Zuschüsse zur Unterbringung in einem Altersheim leistet die Pflegekasse je nach Pflegestufe

Die Kosten für eine stationäre Unterbringung in einem Altersheim setzen sich wie folgt zusammen:

  • Pflegekosten, die nach Pflegesätzen berechnet werden
  • Ausbildungsrefinanzierungsbetrag
  • Zusätzliche Betreuungsleistungen gemäß § 87 b SGB Nr. XI
  • Unterkunft (eventuell mit Einzelzimmerzuschlag)
  • Verpflegung
  • Investitionskosten
  • Servicewahlleistungen wie Friseur oder Fußpflege

Die nach einer Untersuchung und Begutachtung durch den medizinischen Dienst in Bezug auf eine Pflegestufe getroffene Feststellung der Pflegekasse bildet die Bemessungsgrundlage für einen Zuschuss. Die Höhe richtet sich nach den Bestimmungen des ersten Pflegestärkungsgesetzes. Die Leistungsgewährung dient der Unterstützung der Pflege- und Investitionskosten sowie zusätzlicher sozialer Betreuungsleistungen. Der Ausbildungsrefinanzierungsbeitrag wird durch die Altersheime überwiegend als Bestandteil der Pflegekosten in Rechnung gestellt, teilweise aber auch einzeln aufgeführt. Als Eigenleistungen für den Pflegebedürftigen verbleiben die Kosten für Unterkunft, Verpflegung sowie tatsächlich in Anspruch genommene Servicewahlleistungen. Bestehende private Pflegeversicherungen der Betroffenen können die Höhe der Selbstkosten reduzieren. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und beanspruchte Serviceleistungen können je nach Träger, Lage und Ausstattung des Altersheims sowie gehobener Speiseangebote zum Teil stark differieren.

In einem Altersheim ist auch eine Kurzzeitpflege sowie teilstationäre Pflege möglich

Neben der vollstationären Pflege werden in einem Altersheim auch teilstationäre Pflegemöglichkeiten angeboten. Ebenso kann eine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden. Die Kurzzeitpflege gilt als zeitlich beschränkte Alternative zur hilfsweisen Überbrückung von problematischen Engpässen in der häuslichen Pflege. Die Ursachen für diese vorübergehenden Krisensituationen können in der Person des Pflegenden oder Pflegebedürftigen liegen. Im Unterschied zur Kurzzeitpflege oder vollstationären Pflege stellt die Tages- oder Nachtpflege eine teilstationäre Betreuungsform dar, bei der die Pflegebedürftigen nur zur Tages- oder Nachtzeit betreut werden. Dadurch soll pflegebedürftigen Menschen möglichst lange ein eigenverantwortliches und selbstständig geführtes Alltagsleben unter Beibehaltung der bisherigen Wohnung ermöglicht werden. Die Tages- und Nachtpflege dient insofern als Ergänzung zur häuslichen Pflege und Entlastung der Angehörigen. Einen unterstützenden Zuschuss zu den Pflegekosten gewährt die Pflegekasse nach der Anerkennung der Pflegemaßnahme bis zu den vorgegebenen Höchstsätzen. Die Inanspruchnahme einer teilstationären Pflege kann auch mit Unterbrechungen wahrgenommen werden.

Auf der Suche nach einem passenden Altersheim ist wertvolle Hilfe gratis verfügbar

Die bestmögliche Auswahl einer persönlich zusagenden Pflegeeinrichtung ist von erheblicher Bedeutung. Die Abgabe von Selbstständigkeit, der Verlust lieb gewonnener Gewohnheiten und sozialer Kontakte kann sich seelisch stark belastend für einen Pflegebedürftigen auswirken. Dem möglichen Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden und keine Alltagsfreuden mehr erleben zu dürfen, muss begegnet werden. Positive Perspektiven sind unter diesen Vorzeichen zum Beispiel, wenn vorher sicher geklärt werden kann, dass freundliches Pflegepersonal und abwechslungsreiche Freizeitangebote zur Verfügung stehen. Ein in der Nähe des bisherigen Wohnortes gelegenes Altersheim könnte Besuche von Angehörigen und bisherigen Bekannten erleichtern. Soziale Kontakte ergeben sich häufiger innerhalb eines Altersheims durch einladende Aufenthaltsräume, gesellige Veranstaltungen und andere attraktive Freizeitangebote. Eine Entlastung tritt auch dadurch ein, dass ein ansprechendes Altersheim möglichst kostengünstig ausgewählt werden kann. Oftmals ist eine passende Auswahl durch die Betroffenen, die teilweise auch noch unter Zeitdruck stehen, schwierig. Hilfe ist jedoch möglich. Bei der Suche nach dem individuell richtigen Altersheim sind viele Einzelaspekte zu bedenken und vergleichende Informationsgrundlagen zu schaffen. Für diesen schwierigen Klärungsprozess bietet Ihnen das unabhängige Pflegeanbieter-Vergleichsportal "Pflegezentrum" kostenlose Hilfe und Beratung an. Dazu wird Ihnen ein auf den persönlichen Bedarf zugeschnittener Anbieter-Vergleich unverbindlich zur Verfügung gestellt. Auf dieser Basis können Sie in Ruhe die gewünschte Entscheidung treffen.

 

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