Betreuung Pflege

2018-08-14T09:03:19+02:00

Die Bedeutung von Betreuung und Pflege

Betreuung und Pflege können durch besondere Umstände bei kleinen Kindern, vor allem aber bei älteren und kranken Menschen als Hilfsleistung erforderlich werden. Während pflegerische Maßnahmen im engeren Sinne neben der medizinischen Behandlungspflege die Grundpflege eines Menschen gewährleisten, ist der Handlungsumfang einer Betreuung weitreichender. Dabei ist zu berücksichtigen, dass umgangssprachlich gelegentlich Betreuung und Pflege als Bezeichnung für die gleiche Aufgabenerledigung genutzt werden. Es soll dabei jeweils zum Ausdruck gebracht werden, dass sich eine Person um einen Pflegebedürftigen im notwendigen Umfang kümmert. Die Pflege im weiteren Sinne dient oftmals außerdem als umfassender Oberbegriff für alle damit in Zusammenhang stehenden Belange. Der Betreuungsbegriff ist ebenfalls differenziert zu betrachten. Betreuung umfasst nach allgemeinem Verständnis auch den pflegerischen und sozialen Bereich. Viele unterstützende Maßnahmen zur besseren Alltagsbewältigung, die nicht unter einer Pflegeleistung subsumiert werden können, sind Betreuungshandlungen. Die Betreuung kann aber auch eine genau definierte Rechtsfolge aufgrund einer vormundschaftsgerichtlichen Entscheidung sein. Ebenso kann sich die Bestimmung einer Betreuung aus einer Vollmacht (Vordrucke haben zum Beispiel karitative Einrichtungen) ergeben. Dadurch wird eine bestimmte Person für den Fall der Verhinderung des Vollmachtgebers mit gezielten Befugnissen (Umgang mit Behörden, Versicherungen oder der Post etc.) vertretungsweise beauftragt.

Eine besondere Pflege und Betreuung ist bei Demenzerkrankungen geboten

Immer mehr vorwiegend ältere Menschen leiden an Demenzerkrankungen wie zum Beispiel Alzheimer. Sie sind oftmals noch körperlich gesund und bedürfen einer besonderen Form der Betreuung und Pflege. Dies stellt eine große Herausforderung dar und nimmt im Bereich der Pflege einen immer größeren Stellenwert ein. Die hirnorganische Erkrankung bewirkt fortschreitend einen Funktionsausfall von Nervenzellen und als Folge eine immer stärkere Leistungseinschränkung des Gehirns. Dabei kommt es in folgenden Bereichen zu Beeinträchtigungen, die eine geduldige, verständnisvolle Betreuungsperson zur Alltagsbewältigung erfordern:

  • Psychisch seelische Auswirkungen wie Depressionen, Antriebs- und Teilnahmslosigkeit sowie Stimmungsschwankungen
  • Verminderte Orientierungsfähigkeit, Nachlassen der Gedächtnisleistung vor allem beim Kurzzeitgedächtnis
  • Störungen des Denk-, Sprech- und Urteilsvermögens
  • Persönlichkeitsveränderungen

Erste Symptome sind häufig verlegte Gegenstände wie Geldbörse, Schlüsselbund oder Brille sowie vergessene Telefonnummern, Namen und Termine. Hinweise auf Fehler, Erheben von Vorwürfen oder Problemdarstellungen sind bei dieser Form der Erkrankung wirkungslos, kontraproduktiv und müssen daher unterbleiben. Vielmehr muss der Pflegebedürftige mit Einfühlungsvermögen und Geduld begleitet und vor Gefahren geschützt werden. Eine liebevolle Zuwendung und ein behutsames Animieren zu geistigen Aktivitäten stellen für Alzheimer-Patienten die passende Betreuung dar. Neben allgemeinen Zielen im Rahmen von Betreuung und Pflege muss immer der Blick für die Individualität von Bedürfnissen erhalten bleiben. Damit werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Pflegebedürftige möglichst lange, vielleicht sogar lebenslang in seiner vertrauten Wohnung verbleiben kann.

Betreuung und Pflege können auf Dauer zu einer starken Belastung der Hilfspersonen führen

Eine Betreuung und Pflege durch einen Angehörigen in der Wohnung eines hilfsbedürftigen Menschen ist auf Dauer anstrengend und belastet körperlich wie seelisch. In vielen Fällen ist kaum eine Vorbereitungszeit auf die zu bewältigende Aufgabe gegeben. Außerdem sind die Betreuungspersonen häufig selbst nicht mehr die Jüngsten und Leistungsstärksten. Betreuung und Pflege kennen keinen Ruhetag. Daher sind Überlastungen auf Dauer sehr wahrscheinlich. Hilfreich ist eine sinnvolle Planung und Organisation des Tagesablaufes. Handlungshilfen zur häuslichen Pflege wirken sich in jedem Fall vorteilhaft aus. Über einen längeren Zeitraum können pflegende Angehörige belastungsbedingt erkranken. Sie müssen innerhalb einer bestimmten Zeit auch einmal einen Urlaub zur Unterbrechung und Regeneration nehmen dürfen. Bei Pflegebedürftigen mit einer festgestellten Pflegestufe zahlt dazu die Pflegekasse einen Zuschuss zur Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege. In einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium ist es zur Entlastung von pflege- und hauswirtschaftlichen Maßnahmen ratsam, zusätzliche Unterstützungsleistungen durch professionelle Dienste anzufordern. Hierfür gewährt die Pflegekasse Sachleistungen. Wenn sich der Zustand eines Pflegebedürftigen so verschlechtert, dass ambulante Pflegemaßnahmen nicht mehr ausreichen, kommt nur noch eine Pflegeeinrichtung in Betracht. Die Betreuung und Pflege sowie die anfallenden Kosten in einem Pflegeheim unterliegen teilweise drastischen Unterschieden. Die nach den Leistungen der Pflegekasse verbleibenden Kosten für Unterkunft und Verpflegung können als monatliche Belastung jedoch möglichst gering bleiben, wenn Sie die richtige Auswahlentscheidung treffen. Dieser Bedeutung entsprechend müssen Sie beim Auswahlprozess über eine aktuelle Vergleichsmöglichkeit verfügen. Eine hilfreiche Herstellung eines individuell passenden Anbieter-Vergleichs bietet kostenlos das unabhängige Pflegeanbieter-Vergleichsportal "Pflegezentrum" an. Durch diese unverbindlichen Hinweise sind deutliche Kosteneinsparungen angezeigt. Dieses bewährte Auswahlverfahren bietet sich ebenfalls bei der Suche nach einem ambulanten Pflegedienst an.

 

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