Häusliche Krankenpflege

2018-08-14T12:37:59+02:00

Die Voraussetzungen für eine häusliche Krankenpflege

Bei einer häuslichen Krankenpflege wird ein Patient durch qualifiziertes Krankenpflegepersonal im vertrauten Wohnbereich versorgt. Im Mittelpunkt stehen die behandlungspflegerischen Leistungen, die speziell auf die Behandlung der vorliegenden Erkrankung ausgerichtet sind. Dabei sollen bestehende Beschwerden des Patienten gelindert werden. Diese Versorgung stellt eine Leistung der Krankenversicherung dar und bedarf einer ärztlichen Verordnung. Diese muss von der Krankenversicherung genehmigt werden. Im Unterschied zu den Leistungsansprüchen aus der Pflegeversicherung ist hierbei das Vorliegen einer Pflegestufe nicht erforderlich. Die Versorgung des Patienten in seiner Wohnung durch Fachkräfte bildet die Ergänzung einer ambulanten ärztlichen Behandlung und soll den bestmöglichen Behandlungserfolg sichern.

Die Durchführung ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden:

Es müssen Gründe für eine Krankenhausbehandlung vorliegen. Dieser Behandlungsort kann jedoch nicht in Anspruch genommen werden, weil dies vom Patienten nachvollziehbar abgelehnt wird oder durch mangelnde Transportfähigkeit nicht möglich ist.

oder:

Durch die häusliche Krankenpflege kann ein stationärer Krankenhausaufenthalt vermieden oder verkürzt werden.

oder:

Die häusliche Krankenpflege ist zur Sicherung des ärztlichen Behandlungszieles unbedingt erforderlich.

Außerdem muss hinzukommen, dass weder der Versicherte noch eine andere im Haushalt lebende Person die Versorgung und Pflege im notwendigen Umfang durchführen kann.

Maßnahmen der häuslichen Krankenpflege

Die häusliche Krankenpflege kann als gesetzliche Regelleistung bis zu vier Wochen lang verordnet werden. Im medizinisch begründeten Ausnahmefall ist auch eine Verlängerung möglich. Zur Durchführung zählen folgende Maßnahmen:

  • Behandlungspflege (Injektionen, Medikamentenabgabe, Verbandswechsel und Wundversorgung)
  • Grundpflege (Körperpflege, Mobilität und Ernährung)
  • Hauswirtschaftliche Versorgung (Essenszubereitung, Einkäufe, Wohnungsreinigung, Waschen und Heizen)
  • Psychiatrische Krankenpflege (Versorgung psychisch kranker Menschen zur Gewährleistung der Behandlungsfortsetzung und Vermeidung eines weiteren Klinikaufenthaltes)

Die Verordnung für eine psychiatrische Krankenpflege muss durch einen Facharzt für Psychiatrie, Neurologie oder Nervenheilkunde erfolgen und ist nur bei bestimmten Diagnosen zulässig. Die Höchstdauer ist in diesem Sonderfall auf vier Monate begrenzt. Liegt eine sichere fachärztliche Diagnose bereits vor, kann auch der Hausarzt eine Verordnung ausstellen. Näheres zum Verordnungsverfahren ist in einer Richtlinie durch den gemeinsamen Bundesausschuss geregelt. Vor der Beendigung eines Krankenhausaufenthaltes kann der dort behandelnde Arzt eine anschließende häusliche Krankenpflege für maximal drei Tage verordnen.

Kosten und Leistungen im Bereich der häuslichen Krankenpflege

Leistungen der Krankenkassen werden als Sachleistungen gewährt. Die Pflegedienste rechnen gemäß den mit den Krankenkassen vereinbarten Versorgungsverträgen ab. Insofern dürfen auch nur bei den Kassen zugelassene Pflegedienste zum Einsatz kommen. Die verordnungsfähigen Maßnahmen sind in der Richtlinie über die Verordnung von häuslicher Krankenpflege aufgeführt. Die Versorgung des Erkrankten ist in seiner Wohnung zu erbringen. Damit ist in einer weiten Auslegung des Begriffs nicht nur die Wohnung, sondern der tatsächliche Aufenthaltsort des Erkrankten gemeint. Als zusätzliche Satzungsleistungen werden Maßnahmen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung nicht über die Krankenkasse abgerechnet, wenn die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit vorliegen. Dadurch zählen diese Maßnahmen zum Zuständigkeitsbereich der Pflegekassen. Betroffene müssen ab dem 18. Lebensjahr bei verordneten Maßnahmen der häuslichen Betreuung eine Zuzahlung von 10 Prozent der Kosten für die ersten 28 Tage pro Kalenderjahr übernehmen. Zum Eigenanteil zählen außerdem noch 10 Euro pro Verordnung. Eine Ausnahme bezogen auf die Zuzahlung der Versicherten bildet die häusliche Versorgung bei Schwangerschaften. Die Krankenkassen akzeptieren in einigen Fällen der häuslichen Krankenpflege begründete Überschreitungen der gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen.

Durch einen Vergleich der Pflegedienste können bei der häuslichen Krankenpflege Einsparungen für die Patienten erzielt werden

Die prozentuale Kostenbelastung durch die vorgegebene Zuzahlung des Krankenversicherten kann im Ergebnis durch die Auswahl des Pflegedienstes beachtlich verringert werden. Dazu müssen die von der Krankenkasse akzeptierten Anbieter preislich miteinander verglichen werden. Diese arbeits- und zeitintensive Vergleichsbildung unter Berücksichtigung umfangreicher Berechnungen können Sie sich ersparen. Auf dem bewährten und direkten Wege über unser unabhängige Pflegeanbieter-Vergleichsportal "Pflegezentrum" können Sie eine vergleichende Gegenüberstellung bedarfsgerecht erhalten. Dieser kostenlose und unverbindliche Vergleich von Pflegediensten lohnt sich für Sie in jedem Fall. Daher sollten Sie auf diese professionelle Unterstützung nicht verzichten, wenn es um häusliche Krankenpflege geht.

 

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