Haushaltshilfe anmelden

2018-08-14T10:50:15+02:00

Wer auf unnötige Schwierigkeiten verzichten möchte, sollte seine Haushaltshilfe anmelden

Viele Gründe können dafür sprechen, eine Haushaltshilfe anmelden zu lassen und für die Durchführung von Aufgaben im privaten Haushalt zu beschäftigen. Gesundheitliche Beeinträchtigungen, berufliche Überlastungen oder einfach der Wunsch, die dafür anfallende Zeit anders zu verbringen. Vor allem viele Pflegebedürftige sind auf eine Hilfe zur Erledigung hauswirtschaftlicher Arbeiten neben einer ambulanten Pflegehilfe angewiesen.

Zu den dabei in Frage kommenden Aufgaben zählen unter anderem:

  • Reinigen der Wohnung
  • Rasen mähen
  • Kochen
  • Erledigung von Einkäufen
  • Wäscheservice

Es kommen drei verschiedene Beschäftigungsverhältnisse in Betracht: In den häufigsten Fällen wird diese Tätigkeit als Minijob bei einem höchstzulässigen Verdienst von monatlich 450 Euro ausgeübt. Alternativ kommt bei einem höheren Verdienst auch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung infrage. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass die Haushaltshilfe als Selbstständige tätig wird und eine Rechnung schreibt. Deutschlandweit arbeiten schätzungsweise mehr als vier Millionen Menschen in einem Beschäftigungsverhältnis als Haushaltshilfe.

Dabei ist nur ein verschwindend geringer Teil ordnungsgemäß angemeldet. Der überwiegende Anteil unterlässt das Anmelden und arbeitet illegal. Absichtlich oder in Unkenntnis wird durch das unterbliebene Anmelden ein unverständliches Risiko in Kauf genommen. Die Nachfrage nach geeigneten Haushaltshilfen zu fairen Preisen ist groß. Eine umfangreiche Vergleichsübersicht infrage kommender Dienstleister kann als vorteilhafte Auswahlhilfe kostenlos beim Pflegeanbieter-Vergleichsportal "Pflegezentrum" in Erfahrung gebracht werden. Durch diesen aktuellen Anbieter-Vergleich können Sie die Haushaltshilfe Ihrer Wahl passend aussuchen.

Das Anmelden einer Haushaltshilfe bewirkt keinen finanziellen Nachteil

Wenn die Tätigkeit einer Haushaltshilfe in erster Linie auf den Gelderwerb ausgerichtet ist, muss der in den meisten Fällen ausgeübte Minijob durch den Arbeitgeber bei der Minijobzentrale gemäß § 35 a des Einkommenssteuergesetzes angemeldet werden. Während der Beschäftigte monatlich bis zu 450 Euro ohne jegliche Abzüge erhalten darf, muss der Arbeitgeber einen geringeren Anteil als bei gewerblichen Minijobs über eine Pauschale entrichten. Außerdem wird gleichzeitig ein geringfügiger Betrag in Höhe von 1,6 Prozent des jeweiligen Arbeitslohns als Beitragszahlung zur gesetzlichen Unfallversicherung abgeführt. Der Arbeitgeber erhält zum Jahresablauf eine Bescheinigung von der Minijob-Zentrale zur Vorlage beim Finanzamt. Er ist im Gegenzug nach der Zahlung der vorgeschriebenen Abgaben berechtigt, jährlich 20 Prozent der Ausgaben für den Minijob in seinem Privathaushalt bis zu einem zulässigen Höchstbetrag steuerlich geltend zu machen.

Bezüglich der ausgeübten Tätigkeit muss es sich um eine sogenannte haushaltsnahe Dienstleistung handeln. Dadurch beträgt die Kostenbelastung nach dem Anmelden bei einem Maximalbetrag von 450 Euro unter dem Strich kaum mehr als bei einem unangemeldeten Minijob. Bis zu einem monatlichen Lohnbetrag von ungefähr 300 Euro werden die Abgaben des Arbeitgebers sogar vollständig durch die Steuervorteile kompensiert. Die Risiken sind dagegen im Falle einer unangemeldeten also illegalen Beschäftigung unvertretbar hoch. Jährlich verunglücken in deutschen Haushalten fast drei Millionen Menschen. Es droht ein Bußgeld bis zu einer Höhe von 5000 Euro zur Ahndung des gesetzlichen Verstoßes. Das Anmelden als Haushaltshilfe ist jedoch bei gelegentlichen Unterstützungen trotz der Zahlung kleinerer Trinkgelder nicht erforderlich. Dies gilt auch für eine unentgeltliche Nachbarschaftshilfe.

Das Anmelden einer Haushaltshilfe erfolgt unbürokratisch mittels Vordruck

Wer als Arbeitgeber eine Haushaltshilfe für seinen Privathaushalt ordnungsgemäß anmelden möchte, muss den Mini-Job der Minijob-Zentrale melden. Anmeldeformulare sind unter anderem über das Internet erhältlich. Vor dem Anmelden ist die Haushaltshilfe zu befragen, ob sie noch weitere bezahlte Beschäftigungen ausübt. Zum problemlosen Anmelden steht das Formular „Haushaltsscheck“ zur Verfügung. Darauf müssen die Steuernummer des Anmelders und die Sozialversicherungsnummer der Haushaltshilfe vermerkt werden. Sollte noch keine Sozialversicherungsnummer vergeben worden sein, sind der Name, das Geburtsdatum und der Geburtsort anzugeben. Es ist außerdem zu klären, ob auf freiwilliger Basis bei einem geringen Lohnverzicht Einzahlungen in ihre Rentenkasse erfolgen sollen.

Ebenfalls ist die Höhe des monatlichen Lohnbetrages mitzuteilen. Eine Lohnsteuerkarte der Haushaltshilfe ist zum Anmelden nicht erforderlich. Das Anmeldeformular muss sowohl vom Antragsteller als auch von der Haushaltshilfe unterschrieben werden. Zur monatlichen Zahlung der Pauschale sowie der Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung ist der Minijob-Zentrale eine Einzugsermächtigung zu erteilen, damit von dort aus die Weiterleitung an die betroffenen Versicherungsträger erfolgen kann. Dem Arbeitgeber wird nach dem Anmelden eine Betriebsnummer durch die Minijob-Zentrale mitgeteilt.

 

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