Pflege zu Hause

2018-08-14T09:19:20+02:00

Eine bedeutende Entscheidung und verantwortungsvolle Aufgabe: Die Pflege zu Hause

Das fortgeschrittene Alter, eine folgenschwere Erkrankung oder die Auswirkungen eines Unfalls können für den Betroffenen bedeuten, dass er Hilfe benötigt. Wenn der Pflegebedürftige dazu bereit ist, übernehmen häufig nahestehende Angehörige die Pflege zu Hause als verantwortungsvolle Aufgabe. Die Pflege zu Hause trägt maßgeblich zur Lebensqualität des Pflegebedürftigen bei, da sie im gewohnten vertrauten Umfeld, meistens im Kreis der Familie stattfindet. Dadurch können die bestehenden zwischenmenschlichen Beziehungen aufrechterhalten bleiben. Im Gegensatz zum Wechsel des Personals in einem Altenpflegeheim kann sich eine Pflegekraft als Bezugsperson bei der Pflege zu Hause zeitintensiv und sehr persönlich um den Pflegebedürftigen kümmern. Das seelisch belastende Gefühl für den Pflegebedürftigen, nicht mehr gebraucht zu werden, kann mit dieser Maßnahme häufig verhindert werden.

Die Pflege zu Hause erfordert eine gründliche Vorbereitung

Bei der Planung, Organisation und Durchführung der Pflege zu Hause stellen sich zahlreiche Fragen. Die gravierenden Alltagsbeeinträchtigungen aufgrund der Pflegemaßnahme erfordern eine spezielle Sachkunde und Leistungsfähigkeit der Pflegekraft. Außerdem müssen eventuell räumliche oder technische Veränderungen vorgenommen und Hilfsmittel sowie Pflegeutensilien besorgt werden. Nicht zuletzt ist auch die Frage der Bezahlung und Unterstützungsleistung zu klären. Eine Pflegekraft sollte sich vor dem Beginn der Aufgabenwahrnehmung möglichst gründlich darauf vorbereiten. Dazu sind möglichst viele fachkundige Hinweise, Erfahrungswerte und Ratschläge in Erfahrung zu bringen.

Für die Pflege zu Hause sind vielfältige Aufgaben zu bewältigen

Grundpflege und hauswirtschaftliche Leistungen umfassen je nach dem Grad der Beeinträchtigung des Pflegebedürftigen einen zeitintensiven Aufwand, der teilweise physisch und psychisch anstrengend sein kann. Die Gewährleistung einer bedarfsgerechten Pflege zu Hause beinhaltet unter anderem folgende Tätigkeiten:

  • Tägliche Körper- und Intimpflege wie Waschen, Zähne putzen und Rasieren sowie Duschen, Toilettengang und Hautpflege
  • Zubereitung von Mahlzeiten und Hilfe bei der Einnahme der Mahlzeiten
  • Erledigung von Einkäufen und Gänge zu Behörden, Apotheken oder Sanitätshäusern
  • Regelmäßige Wohnungsreinigung
  • Begleitung und Unterstützung des Pflegebedürftigen beim Gehen, Treppensteigen und Fahren mit dem Rollstuhl oder Rollator
  • Gymnastische Übungen zur Förderung der Mobilität, Durchblutung und Verdauung

Außerdem muss im Rahmen der Pflege zu Hause der Pflegebedürftige zu Bett gebracht und gegebenenfalls mehrfach in die richtige Lage gebracht werden. Druckentlastungen durch Schräglagerungen beugen Hautdefekten und Geschwüren vor. Die Körpersignale sind durch aufmerksame Beobachtungen sowie durch Messungen von Blutdruck, Puls, und Temperatur zu überprüfen. Sturzrisiken wie im Bodenbereich befindliche Kabel, nicht rutschfeste Teppiche oder schlechte Lichtverhältnisse müssen vermieden werden. Handläufe und Haltegriffe sorgen in den Wohnräumen und im Badezimmer für zusätzliche Sicherheit. Wenn sich bei den Pflegebedürftigen Schuldgefühle, Scham, Ängste oder Aggressionen entwickeln, ist psychische Stärke gefordert. Ein besonderes Einfühlungsvermögen und sehr viel Geduld ist bei Demenzerkrankungen erforderlich.

Eine Pflege zu Hause über 24 Stunden kann Angehörige überfordern

Die Gesamtbelastung einer Pflege zu Hause kann insbesondere bei berufstätigen Pflegekräften deren Handlungsmöglichkeiten überfordern oder partnerschaftliche Probleme verursachen. Dies gilt vor allem für eine Pflegeleistung, die rund um die Uhr notwendig ist. In vielen Fällen ist professionelle Unterstützung durch ambulante Pflegekräfte erforderlich. Pflegefachkräfte und Pflegehilfskräfte von Pflegediensten stellen eine hilfreiche Unterstützung für Angehörige und Pflegebedürftige dar. Die Suche nach geeigneten, möglichst preiswerten Pflegediensten ist nicht einfach. Vor allem, weil nicht alle Pflegedienste bei den Pflegekassen zugelassen sind. Außerdem sind die Klauseln von Pflegedienstverträgen nicht immer ausreichend verständlich. Grund genug, sich zur Vorbereitung der Auswahlentscheidung durch eine seröse, umfangreiche Vergleichsübersicht zu informieren. Eine ebenso kostenlose wie unverbindliche Orientierungshilfe durch einen aktuellen Vergleich von Pflegediensten können Sie über das Pflegeanbieter-Vergleichsportal "Pflegezentrum" erhalten. Dabei sind auch Hinweise auf gefragte Pflegekräfte aus Polen enthalten. Vor einer verbindlichen Vertragsunterschrift sollten Sie auf dieses Gratisangebot zur Informationsverbesserung nicht verzichten.

Leistungen der Pflegekasse für die Pflege zu Hause

  • Pflegegeld bei selbst organisierter Pflege durch nahestehende Personen
  • Pflegesachleistung bei der Inanspruchnahme eines Pflegedienstes
  • Kombinationsleistung von Pflegegeld und Pflegesachleistung
  • Tages- oder Nachtpflege als teilstationäre Pflege
  • Kurzzeitpflege in stationären Einrichtungen bei vorrübergehender Unterbrechung der häuslichen Pflege
  • Verhinderungspflege als Leistungsanspruch für Pflegebedürftige beim vorübergehenden Ausfall der Pflegekraft durch Urlaub oder Krankheit
  • Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflegemaßnahme
  • Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen
  • Wohnraumanpassung

Die jeweiligen Höhen richten sich nach dem Anfang des Jahres 2015 in Kraft getretenen ersten Pflegestärkungsgesetz.

 

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