Pflegedienst

2018-08-14T08:53:19+02:00

Bei der häuslichen Pflege wird oftmals ein professioneller Pflegedienst eingesetzt

Im Jahre 1950 betrug das durchschnittliche Lebensalter deutscher Männer 64 Jahre. Frauen wurden ungefähr 68 Jahre alt. Die bemerkenswerte demoskopische Entwicklung zeigt für das Jahr 2015 hoffnungsvolle Vergleichszahlen. Wer in diesem Jahr geboren wurde, hat bei weiblichem Geschlecht die Aussicht, im Durchschnitt circa 83 Jahre alt zu werden. Für die Neugeborenen männlichen Geschlechts liegt die Prognose immerhin noch bei fast 78 Jahren. Damit verknüpft sich auch nachvollziehbar der Wunsch, diesen langen Zeitraum möglichst im vertrauten Kreis lieb gewonnen Menschen zu verbringen. Dazu zählt auch die Beibehaltung der Wohnung und bestehender sozialer Kontakte. Dieser Lebensplanung werden oftmals Grenzen durch Erkrankungen und altersbedingte Einschränkungen gesetzt. Derzeit bedürfen bundesweit 2,5 Millionen Menschen Unterstützung durch Pflege. Für den größten Anteil der Pflegebedürftigen kann diese Hilfe gewährt werden, ohne dass der Betroffene seine Wohnung dauerhaft verlassen muss. Bei vorhandener Bereitschaft kann die häusliche Pflegeleistung durch Angehörige oder nahestehende Personen geleistet werden. Angesichts der umfangreichen Aufgabenstellung und teilweise erheblichen physischen und psychischen Belastung können Pflegekräfte überfordert werden. In solchen Fällen ist die Hilfe durch einen professionellen Pflegedienst unumgänglich, wenn keine stationäre Pflege in einem Pflegeheim infrage kommt.

Der Pflegedienst entlastet Angehörige hauptsächlich bei der Grundpflege

Eine Reihe von Gründen kann dazu führen, dass Angehörige ganz oder teilweise durch einen ambulanten Pflegedienst unterstützt werden müssen. Dabei kann es sich unter anderem um berufliche, innerfamiliäre oder krankheitsbedingte Ursachen handeln. Ein bei den Kassen zugelassener Pflegedienst muss nach gesetzlichen Vorgaben organisiert ein. Er übernimmt im Einzelfall die notwendigen Maßnahmen, nachdem die Angehörigen den Leistungsumfang mit der Pflegedienstleitung vertraglich festgelegt haben. Die Grundpflege besteht allgemein aus Körperpflege, Ernährung und Mobilität. Im Regelfall werden dabei folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • Körperwäsche, Mund- und Hautpflege
  • Rasieren, Nagelpflege und Haarwäsche
  • Hilfe bei der Durchführung von Voll- oder Teilbädern und beim Duschen
  • Unterstützung beim Gehen, Fahren mit dem Rollator, Aufstehen und Setzen, An- und Auskleiden, Treppensteigen, Toilettengängen sowie beim zu Bett gehen
  • Nahrungszubereitung, Unterstützung beim Essen und Trinken
  • Unterstützung und Anleitung bei der Durchführung von Gymnastik zur Förderung der Bewegungsfähigkeit. Dadurch soll auch die Durchblutung verbessert werden
  • Erledigung von Einkäufen, Botengänge zu Behörden, Apotheken oder Ärzten

Ambulante Pflegekräfte gewährleisten auch die medizinische Behandlungspflege. Sie übernehmen insbesondere die kontinuierliche Überwachung der Vitalzeichen wie Blutdruck, Puls und Körpertemperatur. Zusätzlich werden Einreibungen und Verbandswechsel durch das Pflegedienstpersonal vorgenommen. Eine intensivere medizinische Behandlungspflege wird ausschließlich durch ausgebildete, examinierte Pflegefachkräfte durchgeführt. Teilweise erfolgt dies in Absprache mit dem jeweiligen Hausarzt. Dabei handelt es sich unter anderem um:

  • Anlegen von PEG-Sonden und Katheder
  • Absaugen im Bereich der Atemwege
  • Maßnahmen zur Sauerstoffzufuhr
  • Durchführung von Injektionen
  • Blutzuckermessungen
  • Verabreichung von Medikamenten

Kosten und Leistungen bei einer Inanspruchnahme von ambulanten Pflegekräften

Für die Alten- und Krankenpflege sowie für die Kinderkrankenpflege entstehen je nach dem Umfang der Pflege- und Betreuungsmaßnahmen unterschiedliche Kosten. Der Kostenanspruch ist im Einzelfall in einem Pflegedienstvertrag geregelt. Bei den verschiedenen Anbietern differieren die Grundpreise und die Kosten für besondere Leistungen, sodass sich ein vorheriger Vergleich des Preis-Leistungs-Verhältnisses anbietet. Der beauftragte ambulante Pflegedienst berechnet danach entweder die erbrachten Leistungen ab oder vereinbarungsgemäß nach Zeiteinheiten. Die Leistungen der Pflegekassen richten sich nach dem festgestellten Grad der Pflegebedürftigkeit durch den medizinischen Dienst. Dabei zählt es auch zu den Voraussetzungen, dass die Pflege durch einen bei den Kassen zugelassenen ambulanten Pflegedienst erfolgt ist. Erfolgt die Durchführung der Pflege durch Einzelpersonen, müssen diese ebenfalls durch einen Versorgungsvertrag mit der Pflegekasse legitimiert sein, damit Kassenleistungen gewährt werden dürfen. Beantragte Pflegesachleistungen für die Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst werden gemäß dem ersten Pflegeveränderungsgesetz von den Pflegekassen geleistet. Die dabei festgelegten Obergrenzen richten sich nach der Pflegestufe und dem Vorliegen von Demenzerkrankungen. Zulässig ist dabei auch eine Kombination von Pflegegeld und Sachleistung. Die Pflegekassen übernehmen auch die Kosten für erbrachte Leistungen durch einen Pflegedienst für eine Ersatzpflege für die Zeit von bis zu sechs Wochen.

Möglichst viele Informationen ebnen den Auswahlweg zum passenden Pflegedienst

Wer sich nach einem geeigneten, möglichst kostengünstigen Pflegedienst erkundigen möchte, sollte dies nicht dem Zufallsprinzip überlassen. Vor allem sollten als Vorbereitung für die richtigen Auswahlentscheidungen ausreichende Vergleichsmöglichkeiten geprüft werden können. Außerdem kann es dabei auch hilfreich sein, Erfahrungsberichte und Nutzerbewertungen mit ins Kalkül zu ziehen. Eine kostenlose, aktuelle Vergleichsübersicht über die zahlreichen Anbieter erspart Zeit und Geld. Eine unverbindliche Auswahlhilfe bietet hierzu das fachkundige Pflegeanbieter-Vergleichsportal "Pflegezentrum" an. Hier können gratis die entscheidenden Kriterien unkompliziert und seriös abgeglichen werden. Vor dem Abschluss eines Pflegedienstvertrages mit einem Pflegedienst sollten Sie die Chance eine möglichst umfangreiche Informationsgewinnung wahrnehmen.

 

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