Pflegeplanung

2018-08-14T09:39:43+02:00

Eine sinnvoll strukturierte, zweckmäßige Pflegeplanung ermöglicht ein optimales Pflegeergebnis

Der objektive Behandlungs- und Betreuungsbedarf (durch eine sachliche Pflegplaung erfasst) stellt sich bezogen auf jede pflegebedürftige Person individuell dar. Außerdem sind die subjektiven Empfindungen und Bedürfnisse des Pflegebedürftigen einzelfallbezogen herauszufinden und festzustellen. Die präzise Erfassung dieser Voraussetzungen muss mit den zur Verfügung stehenden Pflegemaßnahmen und Mitwirkungsmöglichkeiten des Betroffenen in Einklang gebracht werden. Nur dadurch können realistische Ziele zur Beibehaltung oder Verbesserung des körperlichen und seelischen Zustandes situationsgerecht formuliert und erreicht werden. Angesichts der Vielzahl der dabei zu beachtenden Einzelaspekte bietet sich für die professionelle Planung, Organisation und Durchführung von Pflegemaßnahmen die Erstellung einer Pflegeplanung an. Diese muss inhaltlich so gestaltet sein, dass in bestimmten Zeitabständen aussagekräftige Ergebniskontrollen möglich sind. Der Mehrwert dieser genauen und umfangreichen Pflegeplanung liegt zukunftsgerichtet in der flexiblen, individuellen Bestimmung der jeweils notwendigen Pflegemaßnahmen zum Wohl des Pflegebedürftigen. Außerdem ist auch die Nachweisfunktion der dokumentierten Pflegeplanung vorteilhaft. Die fachgerechte Umsetzung einer sinnvoll gestalteten, zielgerichteten Pflegeplanung kann einen wesentlichen Beitrag für die Lebensqualität des Pflegebedürftigen bedeuten. Diese Aufgabe sollte in jedem Fall von einem professionellen Pflegedienst wahrgenommen werden. Einen passenden und kostengünstigen Pflegedienst können Sie gratis mithilfe der aktuellen Vergleichsübersicht des Pflegeanbieter-Vergleichsportals "Pflegezentrum“ in Erfahrung bringen.

Eine umfassende Informationssammlung bildet die Grundlage für die Pflegeplanung

Zahlreiche Informationen zur Persönlichkeit, zu Gewohnheiten und zum bisherigen Lebensumfeld des Pflegebedürftigen sollen dazu dienen, dass die Pflegekraft eine möglichst genaue Einschätzungsmöglichkeit der Pflegeaufgabe erhält. Dazu zählen auch Kenntnisse über Stärken, Vorlieben und angenehme Erinnerungen sowie Schwächen, Abneigungen und Ängste. Die gezielte Berücksichtigung dieser Besonderheiten soll dabei helfen, eine positive Grundstimmung zu erzeugen, Vertrauen aufzubauen und damit den Genesungsprozess zu fördern. Dabei gilt es vor allem zu vermeiden, dass der Pflegebedürftige ein kontraproduktives Abwehrverhalten zu den Pflegemaßnahmen entwickelt. Die erfolgssichernde Informationsgewinnung zur Erstellung einer Pflegeplanung kann beim Pflegebedürftigen selbst sowie bei Angehörigen und Ärzten oder Therapeuten erfolgen. Bei vorhandener Einsichtsberechtigung können auch schriftliche Unterlagen zur analytischen Bewertung der persönlichen Voraussetzungen des Pflegebedürftigen Verwendung finden.

Bestandsaufnahme zur Pflegeplanung: Pflegeprobleme und verfügbare Ressourcen

Ein für die Pflegeplanung zu erfassendes Pflegeproblem liegt vor, wenn der Pflegebedürftige in seiner Selbstständigkeit beeinträchtigt ist und er wünschenswerte Veränderungen nicht eigenständig erzielen kann. Durch die Erkennung und Bewertung von Symptomen und Einflussfaktoren bestehender Beeinträchtigungen können die vorhandenen Pflegeprobleme eingegrenzt und konkret für die Pflegeplanung erfasst werden. Als Pflegeprobleme können sich unter anderem folgende Einschränkungen beim Pflegebedürftigen darstellen:

  • Psychische Belastungen
  • Schmerzempfindungen
  • Kommunikationsschwierigkeiten
  • Mobilitätsbeschränkungen
  • Hilfsbedürftigkeit bei der Körperpflege

Das Erkennen und Beschreiben vorhandener Pflegeprobleme ist eine wichtige Grundlage für die aktuelle Bestimmung der passenden Pflegemaßnahmen. Ebenfalls von Bedeutung für die Pflegeplanung sind die Fähigkeiten des Pflegebedürftigen. Die feststellbaren Ressourcen sollten bei der Zielfestlegung und Auswahl der dazu vorgesehenen Pflegemaßnahmen ausreichend berücksichtigt werden.

Die Festlegung der Pflegeziele erfolgt nach Möglichkeit unter Einbeziehung des Pflegebedürftigen

Durch die anstehenden Pflegemaßnahmen auf der Basis der gesammelten Informationen und Problembeschreibungen soll innerhalb eines bestimmten Zeitraumes ein ganz bestimmtes Pflegeziel erreicht werden. Die Ziele zur Beibehaltung und Verbesserung des bestehenden Zustandes sowie der Bewältigung der veränderten Lebenssituation müssen konkret und einzelfallbezogen dargestellt werden. Hierzu sind individuelle, detaillierte und eindeutig bestimmte Zielvereinbarungen zu treffen, damit der Zielerreichungsgrad im weiteren Pflegeverlauf operationalisierbar bleibt. Dazu ist der Pflegebedürftige so weit wie möglich miteinzubeziehen. Formulierungen, die allgemeine Ziele und Standards beschreiben, sollten dabei nur im nicht vermeidbaren Ausnahmefall Verwendung finden. Die dokumentierten Verhaltens- und Ergebniskontrollen sollten bei der Überprüfung des Zielerreichungsgrades Auskunft darüber geben können, ob und welche Veränderungen eingetreten sind. Das Ergebnis sollte außerdem bessere Rückschlüsse auf die Wirksamkeit bisheriger Pflegemaßnahmen ermöglichen.

Die Auswahl der Pflegemaßnahmen

Die Auswahl von Pflegemaßnahmen für die Pflegeplanung wird durch die konkrete Verfassung des Pflegebedürftigen und absehbare zukünftige Entwicklung maßgeblich beeinflusst. Dabei werden auch die bestehenden Ressourcen des Pflegebedürftigen ausreichend berücksichtigt. Der Einsatz der ausgewählten Pflegemaßnahmen hat nachhaltige Auswirkungen auf die Erreichung des Pflegeziels. Die Durchführung jeder einzelnen Pflegemaßnahme muss im Hinblick auf Ablauf, Umfang, Zeiterfordernis und Häufigkeit hinreichend bestimmt sein. Pflegemaßnahmen können in der Gestalt einer Anleitung sowie teilweisen oder vollständigen Ersatzhandlung für den Pflegebedürftigen zur notwendigen Durchführung von Maßnahmen der Grundpflege stattfinden.

 

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