Informationen zu Haushaltshilfen für Senioren

2018-08-14T10:05:14+02:00

Informationen zu Haushaltshilfen für Senioren

Viele Senioren sind auf eine Haushaltshilfe angewiesen, weil sie nicht mehr dazu in der Lage sind, die Aufgaben des Alltags selbst zu bewältigen. Hier gibt es einige wissenswerte Informationen zum Thema.

Die Kosten für eine Haushaltshilfe - wer trägt sie?

Grundsätzlich werden Kosten für eine Haushaltshilfe vom Rahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung übernommen, hierbei handelt es sich um eine sogenannte hauswirtschaftliche Versorgung der jeweiligen Person. Beachtet werden muss hier allerdings, dass der Leistungsanspruch erst dann besteht, wenn auch eine Pflegestufe vorliegt. Das ist jedoch in der Regel immer der Fall: Sobald jemand auf eine Haushaltshilfe angewiesen ist, weil er körperlich nicht mehr zur alleinigen Versorgung in der Lage ist, muss eine Pflegestufe beantragt und erteilt werden. Die Haushaltshilfe erfolgt dann durch ambulante Pflegedienste, die von der Pflegekasse bezahlt werden.

Eine solche Unterstützung ist für Senioren ein besonders wichtiger Punkt, denn dadurch können sie weiterhin selbstbestimmt wohnen - eine Seniorenwohnanlage ist für die meisten Menschen der letzte Schritt, denn in der Regel will man auch weiterhin zu Hause wohnen bleiben.

Weiterhin gibt es die Möglichkeit, eine temporäre Haushaltshilfe zu erhalten, wie beispielsweise, wenn man im Zuge einer körperlichen Behinderung durch einen Gips oder während einer Rehabilitation nicht dazu in der Lage ist, selbst den Haushalt zu führen. In solchen Fällen übernimmt entweder die Krankenkasse die Kosten für die Haushaltshilfe oder auch der jeweilige Sozialhilfeträger. Unterschieden wird hier zwischen kleinen und großen Haushaltshilfen - es kommt ganz darauf an, wie sehr die jeweilige Person in ihren Fähigkeiten eingeschränkt ist.

Haushaltshilfen gibt es in unterschiedlicher Form für Senioren

Die Haushaltshilfe für Senioren kann ganz unterschiedlich aussehen. Es kommt beispielsweise recht selten vor, dass eine Ersatzkraft angestellt wird, welche die Krankenkasse zur Verfügung stellt, um die Senioren bei ihren täglichen Aufgaben zu unterstützen. Häufiger sind Fachkräfte von Institutionen, die mit der Krankenkasse kooperieren.

Handelt es sich bei der Haushaltshilfe um einen engen Angehörigen, übernimmt keine Krankenkasse oder Pflegekasse die Kosten für dessen Arbeitszeit. Allerdings gibt es die Möglichkeit, Fahrtkosten und einen eventuellen Verdienstausfall erstattet zu bekommen, jedoch meist auch nur teilweise. Hier sollte man am besten selbst einen Blick in die individuellen Richtlinien der jeweiligen Krankenkasse werfen, in denen festgehalten ist, wie lange eine Haushaltshilfe gewährt wird.

Sollte man für einen längeren Zeitraum auf die Hilfe angewiesen sein, muss ein Gutachter den Sachverhalt vor Ort prüfen bzw. eine ärztliche Bestätigung vorgelegt werden. Noch ein Hinweis: Die Pflegekasse übernimmt auch die Kosten für eine polnische Haushaltshilfe bzw. für Nachbarschaftshilfe. Das Wichtigste ist jedoch immer, sich vorher umfassend bei den Kassen zu erkundigen, um genau zu wissen, was übernommen wird und was nicht.

 

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