Generation 50plus - Senioren im Umgang mit Elektronik

2018-08-14T10:06:43+02:00

Keine Angst vor Smartphone und Co.! So können Senioren Elektronik für sich nutzen

Das Smartphone mit extra großem Display, das Fieberthermometer mit Sprachfunktion oder die nutzerfreundliche Fernbedienung – praktische Dinge wie diese kommen einem beim Thema Senioren und Elektronik zuerst in den Sinn. Doch Elektronik für die Generation 50plus kann viel mehr sein.

Produziert die Wirtschaft an den Wünschen der Senioren vorbei?

„Bloß kein Seniorenhandy“ titelte Spiegel online vor einige Jahren provokant. Der Seitenhieb ging an die Industrie und deren Vorbehalte, sich auf die Wünsche älterer Kunden einzulassen. Technik solle demnach sexy und jung sein und passe somit nicht zur Generation 50plus. Doch wie Sie sicherlich selbst beobachtet haben, gibt es unter den Senioren längst nicht nur diese, für die moderne Technik ein Buch mit sieben Siegeln ist. Vielleicht gehören Sie selbst zu jenen, die skypen, SMS schreiben oder Apps nutzen. An der TU Berlin testet seit 2001 eine Gruppe älterer Menschen moderne Technik auf Seniorentauglichkeit.

Diese Wünsche stehen bei der Generation 50plus unter anderem im Vordergrund:

Nutzerfreundlichkeit

Die Geräte sollten einfach zu bedienen und auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingerichtet sein. Neben einer übersichtlichen Gebrauchsanleitung zählen dazu große Tasten, Sprachfunktionen oder ein gut lesbares Display.

Reduzierte Funktion

Für viele ältere Menschen muss der Fernseher nicht alles können. Einen extra Internetzugang benötigen die wenigsten. Auch mit einem Smartphone müssen sie nicht unbedingt noch Radio hören können.

Nachhaltigkeit

Gerade der Generation 50plus ist Nachhaltigkeit wichtig. Vielleicht fragen Sie sich auch, wie und wo ihr Smartphone produziert wird. Oder wie ökologisch das Material ist? Dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft.

Produkte für die Generation 50plus

Inzwischen gibt es zahlreiche seniorenfreundliche Produkte auf dem Markt. Hier finden Sie einen beispielhaften Überblick:

Nutzerfreundliches Handy/Smartphon/Telefon

Sie zeichnen sich durch große und gut lesbare Tasten und ein großes Display aus. Die Lautstärke der Klingeltöne kann hörgerätefreundlich eingestellt werden. Wichtige Nummern können gespeichert und per Kurzwahltaste gewählt werden.

Armbanduhren

Neben einem großen Display verfügen diese Geräte häufig noch über eine Sprachfunktion. So können Sie sich die Uhrzeit bequem per Knopfdruck ansagen lassen. Je nach Modell finden sich weitere Funktionen wie eine Zeitansage zu jeder vollen Stunde oder eine Terminerinnerung.

Fieberthermometer

Auch hier steht die Sprachfunktion im Vordergrund. Sie können sich die Messergebnisse vorlesen lassen.

Wie soll Elektronik für Senioren in Zukunft aussehen?

Eine Perspektive, nicht nur für ältere Menschen, ist die Integrierung von Elektronik im Haushalt. Schon jetzt lassen sich per Smartphone Heizung, Lampe oder Waschmaschine steuern. Für ältere Menschen könnten die Funktionen in einem vernetzten Haus erweitert werden, etwa mit integrierten Sensormatten, die einen Alarm auslösen, wenn jemand stürzt. Doch bislang sind diese Innovationen für den Otto Normalverbraucher noch nicht erschwinglich.

Übrigens ist es nie zu spät, sich mit neuer Elektronik vertraut zu machen. Das Bundesfamilienministerium hat gemeinsam mit dem DRK kürzlich ein Pilotprojekt gestartet. In Seniorenwohnheim Haus Sonnenhof in Halle (Sachsen-Anhalt) bringen junge Menschen interessierten Bewohnern gerade das Skypen bei.

 

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